Rezension: Die Therapie

Da ich jetzt ein Fitzek Buch nach dem Anderen gelesen habe, vergleiche ich auch ab und an. Die Therapie hat mich nicht sofort mit gerissen, erst so ab der Hälfte wurde es richtig interessant.

Wie in der Rezension von Der Nachtwandler werde ich diese auch bis zu einem gewissen Punkt Spoilerfrei sein. Ich werde das wieder mal mit einem roten Strich trennen.

Es geht um den älteren Viktor Larenz, der auf Parkum lebt, nachdem seine Tochter vor vier Jahren spurlos verschwunden ist und Abstand brauchte. Früher war er Psychiater, doch er hat schon lange keinen Patienten gehab. Bis Anna Glass auftaucht. Sie scheint an einer Art Schizophrenie zu leiden und gibt Viktor hinweise auf das, was Josy, seiner Tochter, zu gestoßen sein könnte. Sie erzählt ihm, dass sie ein Buch schreibt, über ein Mädchen, welches tot krank ist und eines Tages spurlos verschwindet. Josy. Jedoch heißt der Hauptcharater Charlotte und nicht Josy.

Im laufe den Buches werden Gespräche von Viktor und seinem Arzt in der Gegenwart mit einbezogen, was mich schließen lässt, dass das was auf Parkum mit Anna passiert, in der Vergangenheit liegt. Es wird einmal erwähnt, dass Vitkro bald abgeholt werde, wegen der Mordanklage. Durch die Ereignisse, die mit Anna und sogar seinem Hund Sindbad passieren, denkt man, er wird Anna umbringen. Doch es kommt ganz anders…

Nun gut, genug zur Geschichte und zum Inhalt. Ich hoffe das hat euch soweit schon neugierig gemacht. Für die, die es schon gelesen haben: Unten stehen noch einige Anregungen zum Buch.

Mit dem Buch Die Therapie hat Sebastian Fitzek einen Durchbruch erlangt. Es wurde in mehreren Sprachen übersetzt und hatte die besten Verkaufszahlen. Meine Ausgabe war übrigens in Englisch, und ich bin mir sicher, dass ich niemals wieder Fitzek auf Englisch lesen werde. Es hört sich teilweise an wie Google Übersetzer und ich finde in Deutsch kommt sein Schreibstil noch besser zur Geltung.

Apropos Schreibstil. Der war wieder einmal relativ flüssig, aber durch die Sprache etwas eingerostet. Ich hätte es gerne auf Deutsch gelesen, doch da ich so ca. 150 Bücher auf Englisch habe, dachte ich, ich versuche es mal. Falsch gedacht.

Es ist ein gelungener Psychothriller, der mich wie oben schon erwähnt nicht sofort gepackt hat aber dann vollends mit sich gezogen hat.

Folgend ist keine Spoilerfreie Zone…

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Die ganze Zeit, wenn man dieses Buch liest, denkt man dass Anna real ist. Bis zu dem Zeitpunkt, als Kai und Viktor telefonieren, und Kai ihm erzählt, dass Anna Glass gar nicht existiert. Ab da wurde ich sehr misstrauisch. Auch wenn er vorher schon gesagt, hatte, dass sie gefährlich sei.

Kurz vor dem letzten Viertel des Buches kommt dann raus, dass Patrick Viktor seid über einer Woche nicht mehr gesehen hat und Patrick auch keine Anna Glass kennt. Er hat sie noch nie gesehen oder von ihr gehört. Außerdem schlief Anna in einem Motel namens „The Anchor“ (im englischen Buch). Dieses Motel hat seid einigen Wochen geschlossen, da in den Wintermonaten nie viele Touristen nach Parkum kommen.

Anna hat ihm Geschichten über sie und Charlotte erzählt, die gar nicht nur Halluzinationen sein konnten. Es waren wahre Ereignisse. Jedoch wird erst ganz zum Schluss klar, dass es sich nicht um Annas Ereignisse handelt, sondern um Viktors eigenen.

Viktor war vier Jahre in Behandlung und der Titel passt einfach wie die Faust aufs Auge. Die Therapie bezieht sich nicht auf Anna, sondern auf Viktor. Der außerdem Anna ist. (Wenn ihr das nicht richtig versteht, dann solltet ihr nochmal S. 262 lesen) Viktors Medikamente während der Therapie haben ihn in einer Art Traumwelt leben lassen, da er unter Schizophrenie und dem Münchhausen Syndrom leidet. Das Münchhausen Syndrom könnte man so beschreiben, dass jemand der darunter leidet, seinen Gemütszustand so verschlechtert, dass er Aufmerksamkeit bekommt.

Im Grunde wollte Viktor nie, dass seine Tochter groß wird und hat sie deswegen umgebracht.

Ich kann es einfach nicht fassen. Ich dachte die ganze Zeit es ginge um Anna, dabei war es Viktor, der behandelt wurde und seine Therapie abschließt und dabei alles erzählt was er halluziniert hat.

Einfach nur KRASS!

Bewertung: 5 Sterne

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