Rezension: Der Nachtwandler (halb Spoilerfrei)

Ok. Ehm… Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll. Dieses Buch hat Jessi und mich total grübeln lassen. Wir haben die letzten 10 Kapitel Stück für Stück gelesen und uns jedes mal beraten und haben drüber gequatscht was nun Sache ist.

Ich werde dir nicht zu viel verraten wenn du nicht möchtest. Daher werde ich einen roten Strich dort setzen, wo die Spoiler beginnen und wo ich ein paar Fragen fragen werde, die ich mir selber nicht beantworten kann. Aber erstmal eine normale Spoilerfreie Rezension.

Es geht um den verheirateten Leon, der eines Tages aufwacht und merkt, dass seine Frau aus der gemeinsamen Wohnung verschwunden ist. Leon hat in seiner Kindheit an Schlafstörungen gelitten und er glaubte er sei im Schlaf gewalttätig geworden. Sein Psychiater, Dr. Volwarth, hat ihn damals behandelt. Diesen Psychiater rief Leon an, denn er wollte nochmal als Patient von ihm aufgenommen werden. Dr. Volwarth reit ihm immer zu davon ab und sagte, dass Leon nie im Schlaf gewalttätig geworden sei und es seiner Frau bestimmt gut gehen würde.

Leon ist aber immer noch neugierig und kann nicht locker lassen. Er schnallt sich, wie früher in der Klinik, eine bewegungsempfindliche Kamera auf den Kopf und als er das Video dazu am nächsten Morgen sieht, ist er perplex. Er sieht sich in dem Video durch eine Tür hinter seinem Kleiderschrank gehen, die in einen dunklen Abgrund geht. Als er dem auf den Grund geht nennt er es das Labyrinth. Ein riesiges wirrwarr, dass, wie es aussieht, mit allen Wohnungen des Hauses verbunden ist.

Ab da will ich euch nicht weiter von der Handlung erzählen. Ich hoffe jedoch, dass ihr neugierig geworden seid!

Es ist ein Psychothriller von Fitzek. Von Fitzek sagt schon mehr aus, als man ahnt. Der erfolgreichste Psycho-/Thriller Autor in Deutschland hat schon 13 Bücher geschrieben. Unter anderem eins mit Michael Tsokos. Eins wird fürs Kino verfilmt und zwei weitere fürs Fernsehen. Sein Erfolg hält sich also nicht in Grenzen. Gerade nicht, als AchtNacht am 15. März erschien.

Ich bin immer wieder begeistert, wie Sebastian Fitzek mich in seinen Bann zieht. Sein Schreibstil ist klar und ruhig. Jedoch wird es unruhiger, soblad es spannend wird. Und dann will man gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Handlung war gut nach zu voll ziehen, bis zu einem Telefonat von Leon und seinem ehemaligen Psychiater, Dr. Volwarth. Ab dort waren Jessi und ich nur noch verwirrt, denn verrückte Dinge passierten oder tauchten auf, die wir uns nicht erklären konnten.

Im gesamten war es ein gelungener Psychothriller, der mit deinem Kopf gespielt hat. Jessi und ich hatten uns am Freitag vorgenommen, das Buch innerhalb das Wochenendes zu lesen. Samstag Abend konnten wir unsere Neugier dann nicht zügeln und haben Kapitel für Kapitel gelesen und uns danach immer beraten.

Es war ein toller Psychothriller, ein gelungenes Buch und von einem erfolgreichen Autor. Ich habe vor einigen Jahren mal ein Interview mit Sebastian Fitzek gesehen und kann mich genau dran erinnern, dass er sagte:

„Ich schreibe meine Bücher genauso, wie ich sie gerne lesen würde.“

Das hat mich total beeindruckt und ich habe mir damals Der Nachtwandler gekauft. Hat zwar ein paar Jahre gedauert, dieses Buch zu lesen, aber wer kennt sowas nicht.

Bewertung: 5 Sterne

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Ab jetzt kommt was, dass lieber nur für die ist, die dieses Buch schon mal gelesen haben. Ich habe mir im laufe des Lesens Fragen gestellt und hatte vor diese hier zu diskutieren.

Ganz am Anfang lesen wir über eine Klinik und eine genervte Pflegerin. Den Patienten zu dem sie musste war Leon. Jedoch wird ganz am Ende nochmal geschrieben, dass Sven mit ihm redet und er nur träumt, dass Natalie noch lebt. Kurz darauf „wacht er auf“ und ist bei Natalie. Nach dem ganzen hin und her, weiß man nicht mehr in welchem Zustand er wann ist. Alle fragen sich immer noch ob Natalie noch lebt oder nicht. Das Ende ist relativ offen.

Es kommt raus, dass Natalie eine Affäre mit dem Sohn des Architekten des Hauses in dem sie leben hatte. Dadurch, dass sie Leon erzählt sie arbeiten Überstunden und im Atelier erzählt sie gar nichts und geht nicht mehr zur Arbeit, fällt es nicht weiter auf, da ihre Freundin und Leon keinen Kontakt zu einander haben.

Ich war total verwirrt, dass Leon nicht wusste, dass er seinen Eltern eine Kreuzfahrt geschenkt hatte. Jedoch wurde mir im laufe des Buches bewusst, dass er es in einem anderen Stadium getan haben musste.

Das mit dem Daumennagel ist wirklich ekelig und ich will nicht weiter wissen, warum er dort oben in der Lampe war…


D
er Code der auf dem Daumennagel war und für die Tür bestimmt.

Leons Handy, welches bei einem Gewaltverbrechen gefunden wurde, war nur Vorwand, um ihm die Bilder von Natalie zu zeigen. Was mich auf das andere Thema von Natalie bringt. Wir erfahren am Anfang des Buches, dass sie will, dass er sie schlägt. Jedoch findet Leon, aufgrund eines Tipps von Dr. Volwarth, Natalies Tagebuch in deren Kamin. Dort steht drin, dass er ihr weh tun würde und zu dem Zeitpunkt ist man einfach total verwirrt. Anders kann man es nicht ausdrücken. Erst ganz am Ende, wo Siegfried Leon das Video zeigt, stellt sich heraus, dass wenn sie von ihm redet, Siegfried gemeint war und nicht Leon.

Die Fehlgeburt war auch nicht von Natalies Mann sondern von Siegfried. Siegfried ist ein Psychopath und hätte das Experiment sogar fast abgebrochen mit seinen Taten.

 Was Leon gesagt kriegt.

Was nun Traum und was real war wird auch am Ende nicht wirklich erklärt und was er alles noch nicht mit bekommen hat, werden wir nie erfahren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es eine Menge ist!

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